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# Ausgabe No.10 2021 #


Was ist echt?


Bald wird jeder Mensch seine Identität hinter sich lassen,
weil man ein Abo für ein alternatives Leben abschließen kann.
Es wird keinen Unterschied mehr machen, wer man ist.
(mehr)

Bald wird es ein Metaversum geben, in dem die virtuelle
und die reale Welt miteinander verschmelzen. 
Es wird keinen Unterschied mehr machen, wo man ist.
(mehr)

Bald werden die Staaten dieser Welt in einer gemeinschaftlichen Anstrengung alles tun, dass unsere Erde geschützt wird.
Es wird keinen Unterschied mehr machen, wie privilegiert man ist.
(mehr)

Was ist echt?
Was ist real? Was ist realistisch?


* * * * *

"Das kann doch wohl nicht wahr sein!"

Immer wieder ist dieser Satz Teil meiner inneren und äußeren Dialoge.
Meist folgt darauf die stille oder laute Antwort: "Doch doch. So ist das.", manchmal gefolgt von einem "Da kann man nix machen." oder
"Ich find's auch doof, aber ...".

Echt jetzt?


* * * * *

Egal, in welchen systemischen Zusammenhängen ich gerade unterwegs bin: ich habe oft das Gefühl, im falschen Film zu sein.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, wer eigentlich dieser untalentierte Regisseur ist (Ja, tut mir leid, ich bin mir sicher, dass es ein Mann ist.), wer die Produktion leitet und welche Interessen wohl dahinterstecken.

Und ich habe meist das starke Bedürfnis, die ganzen Kulissen beiseite zu räumen, die Kostüme der Schauspieler*innen zu klauen und dann zu kucken, was noch da ist, was echt ist.

Immer, wenn ich das tue, passiert Erstaunliches: 
Es wird einfach. Es entsteht eine Verbindung.
Ich bin da. Der Andere ist da.

Und manchmal lachen wir dann herzlich über das Drehbuch
und schmeißen es in den Müll.


Leider bin ich oft zu langsam und verheddere mich in meinem Kostüm.
Die Texte aus dem Drehbuch hab ich zu oft geübt, als dass ich sie mal eben über Bord werfen könnte. Und dann kommt schon die nächste Szene. 

Da kann man nix machen.
Echt jetzt?

* * * * *

Zum Glück gibt es Räume, wo das Echte seinen Platz hat,
wo es Raum einnehmen und sich entfalten kann.
Ein Raum, der zum Üben einlädt, zum Ausprobieren,
ein Raum zum Verlernen der alten Texte.

In der heutigen Wandelpost findest du gleich zwei Angebote von uns,
die diesen Raum schaffen.

Ich wünsche dir echt viel Freude beim Entdecken.



Herzliche Grüße
Peggy



In dieser Ausgabe:
Wandelforum-Blog
# Ein Wochenende zum (Ver-) Wandeln
# Was bedeutet wertschätzendes Wirtschaften
# Die Odyssee einer Geburt in einem kaputtgesparten System

Coaching-Blog
# Transformatives Coaching, Schamanismus und ich
# Kann ich als transformativer Coach direktiv sein?

WandelBar
# Designkurs "Wertschätzendes Wirtschaften für Unternehmen"
# Save the Date: MoMo kennenlernen

Entdeckt
# Hoffnungslosigkeit und Zorn
# Meditation oder Aktion?
# Die Macht der Lobbyisten
# Care für globale Gerechtigkeit
# Projekt Platzhalter
# Fair Finance Week 2021

Zu guter Letzt 
# Ahnung


Wandelforum-Blog

Monika: Ein Wochenende zum (Ver-) Wandeln
In der letzten Wandelpost fand ich den Hinweis auf die aktuelle Wandelwerkstatt. Ich hatte schon mehrfach von dem Wochenendformat des Vereins gehört, aber noch nie Zeit dafür gefunden. Nun las ich die Ausschreibung und spürte, wie es mich regelrecht dorthin zog. Und ich fuhr los....
>>> jetzt lesen


Franziska: Was bedeutet wertschätzendes Wirtschaften
Findet es heraus in einem gemeinsamen Gruppenprozess für eine bewusste Organisationsgestaltung und -führung nach natürlichen Mustern und Prinzipien und lasst euch ein 3/4 Jahr lang dabei begleiten.
>>> jetzt lesen


Kathrin: Die Odyssee einer Geburt in einem kaputtgesparten System
Ein Geburtsbericht und ein politischer Aufruf: Dieser Text ist ein Bericht meiner Geburt. Ich schreibe ihn für die Heilung meiner eigenen Seele. Vielleicht kann er auch anderen Menschen helfen, die Ähnliches erlebt haben. Und ich hoffe, er hilft den vielen hart arbeitenden Menschen in unserem Gesundheitssystem …
>>> jetzt lesen


Coaching-Blog

Rainer: Transformatives Coaching, Schamanismus und ich
Wie kann man im transformativen Coaching einen Beitrag leisten, der individuelle Normalität und kulturelle Verrücktheit ins Boot nimmt? ...  
>>> jetzt lesen




Rainer: Kann ich als transformativer Coach direktiv sein?
Wir dürfen nicht nur, wir sollten sogar! An welcher Grenze steht mein Coachee, und welches Ausmaß an Verlangsamung und Verstärkung braucht der Prozess? ...
>>> jetzt lesen




WandelBar

Designkurs "Wertschätzendes Wirtschaften für Unternehmen"

Im März 2022 starten Franziska Hengl und Julia Talk eine 3/4-Jahresbegleitung für junge und langjährige Unternehmer*innen und NGOs, die auf dem Weg sind zu Nachhaltigkeit und einer gesunden Organisationskultur. 
>>> mehr erfahren



Save the Date: MoMo kennenlernen
Kalender zücken und den 27. November rot und fett markern!

An diesem Tag kannst du kostenfrei die sehr besondere MoMo-Luft schnuppern. Du wirst 
einige Grundlagen des dialogischen Sprechens ausprobieren und die Freude am gemeinsamen Denken erleben. 
Mehr Infos dazu kommen in der nächsten Wandelpost. 



Entdeckt

# Hoffnungslosigkeit und Zorn
Kann ein Kürbiskuchen die Welt verändern? Wenn es nach Kalle Lasn geht: auf jeden Fall. Lasn ist einer der Väter der "Occupy Wall Street"-Bewegung.

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht er über die Kürbiskuchen-Rebellion und warum eine Weltrevolution aus Hoffnungslosigkeit und Zorn geboren wird.
>>> Lass den Kürbiskuchen fliegen!


# Meditation oder Aktion?
David R. Leroy ist Zenlehrer, Philosophieprofessor und Autor. In seinem Buch "Ökodharma" sucht er aus spiritueller Sicht Antworten auf die große Herausforderung unserer Zeit und verknüpft innere Bewusstwerdung mit öko-sozialem Engagement. 

In einem Interview beim Deutschlandfunk sagt er folgendes: „Einer der wesentlichen Gründe, warum Buddhisten sich so wenig engagieren in der ökologischen Krise scheint mir ähnlich zu sein, wie in anderen Weltreligionen auch. Die Menschen tendieren dazu, mehr mit der eigenen Erlösung und einer Art Flucht aus der Welt beschäftigt zu sein."
>>> Neue (Flucht)Wege im Gespräch
>>> Ohmmm ... und Action


# Die Macht der Lobbyisten
Achtung, jetzt kommt nix Überraschendes: Es gibt Lobbyisten, die aus unredlichen Interessen Zweifel an wissenschaftlichen Studien säen. Dass das keine Neuigkeit ist, ist eigentlich schon schlimm genug.

Ich bekam trotzdem Puls, als ich die Doku über die Lobbyisten sah, die sehr strategisch, gut vernetzt und kommunikationsstark den menschengemachten Klimawandel in Zweifel ziehen.
>>> Lust auf Emotionen?


# Care für globale Gerechtigkeit
Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der wir füreinander und für die Umwelt Sorge tragen? Welche Utopien einer anderen Wirtschaft können wir entwickeln und werden schon gelebt? 

Live in Leipzig und online in Überall kannst du vom 26. bis 28. November am Kongress „Care für globale Gerechtigkeit" teilnehmen. Internationale Referent*innen geben Einblicke in Care-Arbeit weltweit, in feministische Ansätze für eine neue Wirtschaft und antirassistische Kämpfe auf dem globalisierten Arbeitsmarkt der Pflege. 
>>> Yes, I care.


# Projekt Platzhalter
Die City funktioniert nicht mehr allein mit Konsum, Kirche und Kaffee. Das dachte sich auch die Agentur für kreative Zwischenraumnutzung in Hannover und hat das Projekt "Platzhalter" ins Leben gerufen.

Die Initiator*innen probieren und experimentieren mit dem, was Stadt sein kann, sein sollte. Die Ergebnisse des Mitmach-Projekts "City 2030: Wir machen Stadt!" kannst du noch bis Dezember anschauen und dich inspirieren lassen. 
>>> Ich liebe Zwischenräume


# Fair Finance Week 2021
Die Fair Finance Week geht in eine neue Runde. Das Thema in diesem Jahr: Change Finance – Die Banken auf dem Weg zur Nachhaltigkeit? In der Woche vom 8. bis 12. November findet jeden Abend um 19.30 Uhr eine Veranstaltung statt.

Dabei sind zum Beispiel Sven Giegold (EU-Parlament), Dr. Georg Feulner (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) und Rebecca Freitag (Umweltwissenschaftlerin und -aktivistin / Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen). Alle Veranstaltungen finden sowohl live in Frankfur als auch online statt.
>>> Bewegt Geld die Welt?  



Zu guter Letzt

# Ahnung

Steine murmeln leise
ihre alte Weise.
Wind zaubert sanft und ohne Reue
Melodien in den Sand.
Versteht es nicht und fegt ganz still
die Ewigkeit an Land.

Weißer Flieder ist vergangen,
kann keine Seligkeit erlangen.
Lichter brennen mit viel Lärm.
Menschen schmecken fade.
Pflücken Blumen ohne Sinn,
alsbald kommt die Made.

So ist das Leben hier und dort,
Wind fegt Träume gern hinfort.
Kann doch selber nichts dafür,
bläst aus vollen Knochen.
Und was bleibt uns hier und jetzt?
Ein leise klirrend Pochen.

Peg van Lou




Wir freuen uns, wenn du die Wandelpost an Freunde und Kolleginnen weiterleistest. Vielen Dank!
...

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