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# Ausgabe No.6 2020 #


Lebens-Wandel


Zum Glück bin ich unbelehrbar:
Ich glaube an das Gute, das Wahre und das Schöne.

Ich glaube daran, dass jedes einzelne Wesen in der Tiefe seines Herzens ein verbundenes, sinnvolles und schönes Leben führen möchte.

Oft wird diese Essenz durch allerlei Schmodder und Kram verhüllt,
aber sie ist immer da. 

Manchmal bekommt der Kram Risse und wir können ihn abziehen, wie eine Haut. Im besten Fall betrachten wir ihn kurz, nehmen Abschied und entsorgen ihn dann. Das Entsorgen kostet Mut, aber nicht das Leben.

Behalten wir den Kram, dann kostet es das Leben. 

(Besinnungspause)

Ja, im Grunde ist es so einfach.

* * * * *

Und doch sind wir Menschen wahre Meister darin, die Risse schnell wieder zu kitten - aus Angst vor unserer Verwundbarkeit, aus Furcht vor der Ungewissheit, vielleicht auch aus Bequemlichkeit, die eingefahrenen und sicheren Routen zu verlassen.

Aber, ich glaube ja an das Gute, Wahre und Schöne.
Und ich habe Hoffnung. Immer noch.

* * * * *

Mit dem Beginn der Pandemie gab es einen heftigen kollektiven Riss.
Die Krise unserer Art zu leben lag nackt und hässlich vor uns, wie auf dem Seziertisch. Es trat zutage, wie bizarr unser Lebenswandel ist, und es gab einen kurzen Moment, in dem wir ahnen konnten, was Verbundenheit bedeutet und was wirklich wichtig ist.

Wir erhaschten einen tieferen Blick in die Ungerechtigkeiten, die seit langem unaufhörlich zunehmen. Wir spürten unmittelbar, auf wie viel Kram wir verzichten können und merkten, dass Hefe und Toilettenpapier essentieller sind als wir ahnten :-)  Unsere Wirtschaft schrumpfte statt zu wachsen, unser Mitgefühl wuchs statt zu schrumpfen.

Wir hatten die Chance, das Ausmaß des Elends und der Zerstörung zu erfassen - alles verursacht durch unseren Lebenswandel. Wir hatten die Chance, den ganzen Schmodder zu betrachten, Abschied zu nehmen und ihn zu entsorgen. 

Nun ist die Katastrophe erstmal weitergezogen, in die Gegenden, die uns auch sonst eher fern sind. Und man könnte fast fragen: War da was?
War da was - außer einem kurzen Beben?

Ich glaube: ja. Denn ich habe Hoffnung. Immer noch.
Da will ich auch nix dagegen machen. 

* * * * *

Wenn ich manchmal eine nebulöse Ungewissheit in mir spüre, ob das, was ich gerade tue, gut ist (und wahr und schön), dann stelle ich mir nur eine Frage: Dient es dem Leben? Das macht so manche Entscheidung echt leicht und der Raum für das Wesentliche weitet sich - wenn man auf den Grund blickt. 

So erging es auch Rainer beim Schreiben des Buches "Transformatives Coaching". Am Grund wartete die Frage: Wie lebt man? 
Ein schöner roter Faden durch die Irrungen und Wirrungen von Veränderungsprozessen.

Ich wünsche dir einen inspirierenden Sommer - mit ganz viel Zeit und Raum für das Gute, das Wahre und das Schöne.

Herzliche Grüße
Peggy



In dieser Ausgabe:
Im Blog
# Aufruf zu holistischem Denken
# Corona - eine spirituelle Betrachtung
# Scham
# Wie lebt man?

WandelBar
# Unser Buch "Transformatives Coaching" ist da!
# Workshop LebensWandel

Entdeckt
# Essen
# Wirtschaften
# Innehalten
# Zukunft

Zu guter Letzt 
# 1: Ein Traum
# 2: Große Zeiten
# 3: Zeit und (T)Raum


Im Blog

Franziska: Aufruf zu holistischem Denken
Was ein Elefant, das Corona-Virus und Stress gemeinsam haben: der Versuch, unseren Separierungs-Drang zu hinterfragen + drei Übungen zur Intuition ...
>>> jetzt lesen



Thomas: Corona - spirituell betrachtet
Am Anfang wirft das Universum Kieselsteine, später Gesteinsbrocken. Was sollten wir in der Corona-Krise lernen? Corona - spirituell betrachtet ...
>>> jetzt lesen



Jeanne: Scham
Nachrichten aus der Fleischverarbeitung in Gütersloh. Haben wir schon die Schuldigen oder schämen wir uns noch? ...
>>> jetzt lesen




Rainer: Wie lebt man?
Die Frage aller Fragen, und der Beitrag des transformativen Coachings zu ihrer Antwort. Wie antworten wir heute auf die Frage "Wie lebt man?" ...
>>> jetzt lesen




WandelBar

Unser Buch "Transformatives Coaching" ist da!
Wir freuen uns wie Bolle: nach vier Jahren Denk- und Schreibarbeit ist das erste Buch unserer Trilogie da. Es handelt von der Wissenschaft, dem Handwerk und der Kunst davon, andere Menschen auf ihrem einzigartigen Weg zu sich selbst und ihrem ureigenen Beitrag zum größeren Ganzen zu begleiten und anzuleiten.

Und mit unserer Summer-Release-Aktion bis 15.08. bekommst du das Buch zum reduzierten Einführungspreis ...

>>> zum Buch


Workshop LebensWandel in Berlin
Hildegard Mackert, Mitglied im Wandelforum, bietet einen besonderen Workshop zum LebensWandel an der VHS Berlin-Spandau an. Wenn der Wandel also gerade an deine Pforte klopft, nutze die Auszeit im Workshop zum Innehalten und Ausrichten ...
>>> zum Workshop



Entdeckt

Essen
# Unser Ernährungssystem
Welche Lehren können wir aus der Pandemie ziehen? Die Albert-Schweitzer-Stiftung fasst die Kernaussagen des Berichts von Compassion in World Farming zusammen. 
>>> mehr

# Goji-Beeren sind auch nicht die Lösung
Die Zustände in Schlachtereien sind Teil eines pervertierten Ernährungssystems, sagt Manfred Kriener. In seinem Buch beschäftigt er sich mit Ernährungslügen und dem Wandel der Esskultur.
>>> mehr 

# Ausstellung "Future Food" in Dresden
Essen für die Welt von morgen: In drei Kapiteln folgst du dem Weg unserer Lebensmittel vom Stall oder Feld bis auf den Tisch. Es geht um Themen wie globale Verteilungsgerechtigkeit, um vegetarische Ernährung oder die Macht der großen Lebensmittelkonzerne. Und wer hätte gedacht, dass ein ehemaliger Bundeskanzler 1918 die Sojawurst erfand?
>>> mehr


Wirtschaften
# Das Virus des Neoliberalismus 
Erfolg, Konkurrenzfähigkeit, Profitabilität: Das Virus des Neoliberalismus ist schon lange in uns. Nun stellt ihn ein reales Virus infrage. Das ist auch eine Chance.
>>> mehr

# Lieferkettengesetz
Menschenrechte und Umweltstandards können nicht mehr länger eine freiwillige Entscheidung von Unternehmen sein (auch wenn sich Wirtschaftsverbände verweigern) - deshalb brauchen wir jetzt ein Lieferkettengesetz. 
>>> mehr

# Rote Liste bedrohter Tierarten
Es ist eine Schande: Ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht in Sicht. In ihrer aktualisierten Roten Liste vom 9. Juli 2020 erfasst die Weltnaturschutzunion IUCN nun 32.441 Tier- und Pflanzenarten als bedroht. Das sind mehr als jemals zuvor.
>>> mehr

# Podcast ÜberLeben
Wie kann es gelingen kann, einen lebendigen Planeten für uns und unsere Kinder zu bewahren? Darüber reden im wöchentlichen Podcast WWF-Aktive und andere Experten. Sie sprechen über Herausforderungen und Chancen in Natur- und Umweltschutz.
>>> mehr

# Irrsinnig reich
Wie sind Einkommen und Vermögen verteilt? Hier findest du eine maßstabsgetreue Abbildung. Hab Geduld, das dauert ...
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Innehalten
# Die Kolumne
Kathrin Behme, Mitglied unserer Coaching Community, hat in der Corona-Auszeit eine tolle Kolumne gestartet. Intelligent und leichtfüßig beschäftigt sie sich mit Themen, die dein Leben und Arbeiten begleiten und inspirieren können.
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# Burn-out des Systems
Die Krise der letzten Zeit ist eine Krise des Systems. Sibylle Berg vergleicht in ihrer Kolumne den Kapitalismus mit Gabber, einer Variante des Hardcore Techno: Er beschleunigt sich so lange, bis er explodiert und alles mit sich in ein schwarzes Loch reißt.
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# Die globale Revolution
Unsere Gesellschaft befindet sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen mitten in einem hoch dynamischen Wandel. Das Ausmaß ist gigantisch und betrifft uns ganz direkt. Es geht um unaufhaltsame Prozesse in allen Bereichen unserer Existenz.  
>>> mehr

# WWF Think
Wie unter einem Brennglas hat sich in Zeiten der COVID-19-Pandemie die Zerbrechlichkeit unserer Lebens- und Wirtschaftsweise offenbart: Die Herausforderungen und Chancen für Naturschutz, Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Gesundheitsversorgung sind gewaltig.
Es ist an der Zeit, darüber zu reden! Der WWF hat deshalb einen Online-Video-Talk gestartet und diskutiert mit Gästen, wie wir die Erde besser machen können.
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# WWF Jugendcamps
Die Natur entdecken: Ob mit Kanu, Kompass oder Seilen, durch Wälder, Moore oder Flüsse. Der WWF startet wieder mit seinen Jugend-Camps. 
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# Mut zum Glück
"Der Mensch muss ja sagen zum Tod und zum Leiden, zum Kampf, zur Schuld und zum Schicksal. Tut er dies in allem Ernste, dann kann es geschehen, daß er eben im Aushalten der Grenzsituationen zu seiner eigentlichen Existenz gelangt." Autorin Klara Charlotte Zeitz zitiert hier Karl Jaspers und setzt sich in ihrem Text unerschrocken mit Tod und Glück und Mut auseinander. Sehr inspirierend. 
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# Action & Contemplation
Der Franziskaner Richard Rohr gründete 1987 das Zentrum für Aktion und Kontemplation, weil er ein tiefes Bedürfnis nach einer Integration von Aktion und Kontemplation verspürte. Wenn wir beten, aber nicht gerecht handeln, wird unser Glaube keine Früchte tragen. Und ohne Kontemplation brennen Aktivisten aus und selbst gut gemeinte Aktionen können mehr schaden als nützen. In den täglichen Meditationen hilft er dabei, den Tanz von Handlung und Kontemplation zu lernen.
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Zukunft
# Ich bin, weil wir sind
Ubuntu, Südafrikas Philosophie der Verbundenheit, erkennt, dass der Mensch nur durch die Existenz der anderen leben kann – ein Ideal und eine Tradition, die das Zeug hat, Europa zu inspirieren.
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# Bildungsmaterial Zukunft
Wie wollen wir gelebt haben? fragte Futurzwei. Herausgekommen sind eine Methodensammlung, eine Geschichtensammlung und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innen und andere Multiplikator*innen. Großartig.
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# Civil Integrity
Katzen ins Bett, Kühe auf den Grill? Welche Form des Widerstands brauchen wir? Das Team von Civil Integrity hinterfragt unsere Strategien und Strukturen des Engagements. Postaktivismus für Fortgeschrittene. 
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# Ausstellung "Critical Zones" in  Karlsruhe
Die Ausstellung Critical Zones gibt Einblicke in die Wissenschaft und Politik eines radikal neuen Erdverständnisses - für ein neues Zusammenleben aller Lebensformen.
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Zu guter Letzt

# 1 Ein Traum
"Was ist Leben? Raserei! Was ist Leben? Hohler Schaum, ein Gedicht, ein Schatten kaum! Wenig kann das Glück uns geben, denn ein Traum ist alles Leben. Und die Träume selbst ein Traum."
Pedro Calderón (1636)


# 2 Große Zeiten
"Die Zeit ist viel zu groß, so groß ist sie. Sie wächst zu rasch. Es wird ihr schlecht bekommen. Man nimmt ihr täglich Maß und denkt beklommen: So groß wie heute war die Zeit noch nie. Sie wuchs. Sie wächst. Schon geht sie aus den Fugen. Was tut der Mensch dagegen? Er ist gut. Rings in den Wasserköpfen steigt die Flut. Und Ebbe wird es im Gehirn der Klugen. Der Optimistfink schlägt im Blätterwald. Die guten Leute, die ihm Futter gaben, sind glücklich, dass sie einen Vogel haben. Der Zukunft werden sacht die Füße kalt. Wer warnen will, den straft man mit Verachtung. Die Dummheit wurde zur Epidemie. So groß wie heute war die Zeit noch nie. Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung."
Erich Kästner (1933)


# 3 Zeit und (T)Raum
Wie wäre es, wenn du dir über den Sommer jeden Tag 15 Minuten Zeit und Raum nimmst zum Träumen? Stell dir jeden Tag die schlichte und große Frage: Wie will ich leben? 




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