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# Ausgabe No.1 2022 #


Große Hoffnungen


So, den schlimmsten Tag des Jahres haben wir schon überstanden.
Ist das nicht mal eine gute Nachricht?

Am Montag war "Blue Monday".
Angeblich der übelste Tag im ganzen Jahr:
Wetter mies, Stimmung depressiv,
gute Vorsätze schon wieder verbummelt, Konto leer.

Das heißt: ab jetzt kann es nur besser werden.
Man kann also hoffen.


* * * * *

Jedes neue Jahr beginnt mit mehr oder weniger guten Vorsätzen.
Das neue Jahr soll seinem Namen alle Ehre machen
und uns etwas Neues bescheren.

Es ist die Hoffnung, die uns immer wieder dazu verleitet,
ein besseres Selbst zu ersinnen, uns Ziele zu setzen,
Pläne zu schmieden.

Es ist die Hoffnung, dass es
- unser Selbst, unser Leben -
irgendwie besser wird.

Ich glaube, ohne Hoffnung
wären wir alle suizidgefährdet.

Auch wenn es immer so schön heißt,
dass man jederzeit sein Leben neu beginnen kann,
ist doch das neue Jahr prädestiniert dafür, dass "es" neu wird
- und ist dadurch von der ersten Minute an mit Hoffnung überladen.

Kann es eigentlich zu viel Hoffnung geben?


* * * * *

"Running before times took our dreams away,
leaving the myriad small creatures trying to tie us to the ground
- to a life consumed by slow decay ..."

"High Hopes" von Pink Floyd hörte ich vor Kurzem im Radio.

Das Gefühl, das mich dabei heimsuchte,
war eine unbestimmte Sehnsucht.

Es dauerte eine Weile, bis ich die inneren Bilder
und Gefühlsströme in ein passendes Wort münden lassen konnte.
S-e-h-n-s-u-c-h-t.

Wie lange hatte ich dieses Wort nicht mehr
in den Kopf genommen, geschweige denn in den Mund.

Bei allen Achtsamkeitsgeboten und "Sei im Hier und Jetzt"-Anleitungen empfinde ich fast ein bisschen Scham, die Sehnsucht zu preisen,
bedeutet dies doch, dass ich mit dem Hier und Jetzt offenbar
nicht zufrieden bin, mich nach etwas sehne,
das offensichtlich noch nicht da ist
- oder noch nicht sichtbar ist.

Darf man große Hoffnungen haben auf eine bessere Zukunft?
Darf man Sehnsucht verspüren nach dem guten Leben?


"Es irrt der Mensch solang er strebt."
So lässt Goethe im 'Prolog im Himmel' den Herrn sprechen.

Vielleicht kann man das auch umdrehen:
"Es strebt der Mensch solang er irrt."


Das könnte eine Art Absolution sein für alle guten Vorsätze
- gespickt mit Hoffnung in jeder Geschmacksrichtung,
getränkt mit ein paar Tropfen Sehnsucht. 


Warum du trotzdem achtsam sein solltest
mit Vorsätzen aller Art,
erfährst du hier 😉


* * * * *


Wie groß können unsere Hoffnungen sein für dieses Jahr?
Wie groß dürfen sie sein?


Wie in jedem Jahr veröffentlichte Oxfam diese Woche (am "Blue Monday"!) den aktuellen Bericht zur Lage von Arm und Reich auf unserer Erde.
Er trägt den Titel "Gewaltige Ungleichheit" - na Prost.
Da möchte man doch gleich die Hoffnung aufgeben.
>>> zur Oxfam-Studie <<<

Einen Tag später melden sich eine Reihe von Millionären zu Wort
und betteln geradezu darum, endlich höher besteuert zu werden.
Und schon keimt die Hoffnung wieder auf. 


Wer Hoffnung hat, hat Erwartungen.
Und wer etwas erwartet, hat (noch) nicht aufgegeben. 
Wer nicht aufgegeben hat, wird jeden Tag aufs Neue aufstehen,
sich den wechselnden Nachrichten aussetzen und etwas tun. 

Guter Vorsatz also für das neue Jahr:
Jeden Tag aufstehen und sich der Wucht des Lebens stellen. 
Mit jeder Faser. Mit Genuss.
Und natürlich mit Hoffnung.


Herzliche Grüße
Peggy


PS: Wer ohne Hoffnung ist, werfe den ersten Kommentar.




In dieser Ausgabe:
Neues im Blog
# 2022 - Von ZWEIfeln, ZWIEtracht, ZWEIsamkeit
# Was ist normal, was ist verrückt? 
# Föderalismus und Pandemie
# Die Ästhetik der Verwandlung
# Die transformative Kraft der Musik - Yegna

WandelBar
# Die nächste Wandel-Werkstatt im März

Entdeckt
# Die Welt sind wir
# Grundeinkommen und Nachhaltigkeit
# Demokratie und Impfen
# Wasserkunst
# Alle Vögel sind schon da

Zu guter Letzt 
# Die Lösung für alles
# Hoffnung



Neues im Blog

Thomas: 2022 - Von ZWEIfeln, ZWIEtracht und ZWEIsamkeit
Ein Ausblick auf das Jahr 2022:
Ein Jahr mit ganz schön vielen Zweien. Und wie alle Zahlen mit eigener Symbolik – ZWEIfel, entZWEIen, ZWEIsamkeit oder auch ZWEI Seiten der Medaille ...
>>> jetzt lesen



Rainer: Was ist normal, was ist verrückt?
Heute möchte ich etwas mit euch teilen, was mir sehr an meinem persönlichen wie beruflichen Herzen liegt, und was sehr viel zu tun hat mit allem, was ich in die Welt zu bringen versuche. Ehrlich ...
>>> jetzt lesen



Rainer: Föderalismus und Pandemie
Ein Crashkurs in kultureller Kompetenz: Warum fällt es uns Deutschen so schwer, kollektiv intelligent auf die Covid-Pandemie zu antworten?
>>> jetzt lesen




Rainer: Die Ästhetik der Verwandlung
In diesem Beitrag möchte ich meine Geschichte davon teilen, wie ich auf die Schönheit der Fünf gestoßen bin. Der Prozess zur Ästhetik der Verwandlung.  
>>> jetzt lesen




Rainer: Die transformative Kraft der Musik - Yegna
Äthiopien fasziniert mich seit vielen Jahren. Hier kommt eine besondere Empfehlung: Feministische Musik von Frauen für Mädchen (und Jungen!) aus dem ehrwürdigen und krisengeplagten Äthiopien - Yegna ... 
>>> jetzt lesen





WandelBar

Die nächste Wandel-Werkstatt im März

Welches Engagement ist deines?

Das nächste Wochenende zum (Ver-)Wandeln wartet auf dich: Am 12. und 13. März in der VHS Spandau mit Hildegard und Franziska.
>>> mehr erfahren





Entdeckt

# Die Welt sind wir
Der Film porträtiert inspirierende Menschen, die auf unterschiedliche Weise neue Denk- und Handlungsweisen lebendig werden lassen.

Im Fokus steht dabei die Frage: Wie hängt inneres Wachstum und persönliche Weiterentwicklung mit kulturellem und gesellschaftlichem Wandel zusammen? Antworten gibt es jetzt im Kino und online. 
>>> zum Film


# Grundeinkommen und Nachhaltigkeit
Könnte ein Bedingungsloses Grundein/auskommen die Freiheit und Chancengleichheit eines jede(n) Einzelne(n) fördern und auf diese Weise die maßlose Beschleunigung unserer Zeit eindämmen und so dazu beitragen die begrenzten Ressourcen unserer Umwelt zu schonen?

In diesem Buch unternimmt Adrienne Goehler eine Gedankenreise von der Forschung über die Politik bis hin zur Kunst, indem sie Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Winkeln in Essays, Interviews, Geschichten, Schaubildern und künstlerischen Interventionen zu Wort kommen lässt. 
>>> zum Buch


# Demokratie und Impfen
Wieso ist Impfen so politisch geworden und warum kann das nicht einfach meine Privatsache sein?

Und warum ist die Wahl, mit wem ich auf die Straße demonstrieren oder "spazieren" gehe, gerade so eng mit der Demokratie verknüpft?
Umfangreiche Informationen zu einem komplexen Thema für alle, die überfordert sind, besorgt oder nicht wissen.
>>> zum Artikel


# Wasserkunst
Veda Austin ist Wasserforscherin, Rednerin, Mutter, Künstlerin und Autorin. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Fotografie von Wasser in seinem „Entstehungszustand“, dem Raum zwischen Flüssigkeit und Eis. Sie glaubt, dass Wasser eine flüssige Intelligenz ist, die sich selbst durch jeden lebenden Organismus auf dem Planeten und im Universum beobachtet.

Durch ihre bemerkenswerten kristallografischen Fotos offenbart Wasser nicht nur sein Bewusstsein für die Schöpfung, sondern auch für Gedanken und Absichten durch Bilder. Veda sieht Wasser eher als Quelle denn als Ressource und betrachtet alle Gewässer als heilig.
>>> zur Kunst


# Alle Vögel sind schon da ...
Der Vogeltrainer des NaBu lädt spielerisch dazu ein, häufige Vogelarten besser kennenzulernen. Quizfragen und Bilderrätsel sorgen für Abwechslung beim Lernen und im Vogelkarussel wird dein Punktestand gespeichert. 
>>> zum Quiz



Zu guter Letzt

# Die Lösung für alles




# Hoffnung

"Und wenn die Sanduhr der Zeitweiligkeit abgelaufen ist,
wenn die Geräusche des weltlichen Lebens verklungen sind
und sein rastloser, unwirksamer Aktivismus zu einem Halt gekommen sind, wenn alles um dich herum still ist wie in der Ewigkeit,

dann fragt die Ewigkeit dich und jedes Individuum dieser Millionen
und Abermillionen nur das folgende:

Lebtest du in Hoffnungslosigkeit oder nicht?"


Søren Kierkegaard




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